650 Meter Training in Świdnica und Jawor

Im Juli fand unser erstes Long Range Training 2020 jenseits der 300 Meter statt. Dafür reisten wir in die Heimat der Familien von Richthofen und von Moltke nach Niederschlesien in Polen.

Für das dreitägige Programm hatte sich Matthias Kachnowitz in Zeug gelegt. Am 17. Juli starteten wir mit einem eigens zum Anlass des Auslandsausflugs entworfenen Kulturprogramm zu den diversen Sehenswürdigkeiten der Ortschaft Świdnica (ehemals: Schweidnitz) und Umgebung. Interessierten sei unter anderem die Friedenskirche in Jawor ans Herz gelegt – sie ist nicht ohne Grund UNESCO Weltkulturerbe.

Wer militärhistorisches Interesse pflegt, der wird in den vom Dritten Reich gezeichneten Landschaften oder aufgrund von zahlreich vorhandener mechanisierter Ausrüstung der Warschauer Pakt Staaten fündig. So lassen sich im Rahmen der Museumsanlage „Projekt Riese“ Stollen besichtigen, deren Sinn und Unsinn sich auch heute kaum erschließen möchte: Nazi-Gigantomanie.

Auf der anderen Seite konnten wir einem Privatier einen Besuch abstatten, der sein eigenes Kriegswaffenmuseum im Erdgeschoss und Vorgarten seines Einfamilienhauses unterhält. Wer dabei nur Faustfeuerwaffen und die eine oder andere exotische Langwaffe vermutet, wird überrascht sein: Von gepanzerten Mannschaftstransportern über Luftabwehr-Raketensysteme bis hin zum „Arbeitspferd“ unter den Panzermodellen des Kalten Krieges – die Rede ist hier natürlich vom T-72 – der Platzbedarf der Sammlung ist groß.

Die beiden nächsten Tage galten unserer großen Leidenschaft: Dem Schuss auf weite Distanz. Der Schießplatz in Jawor wurde erst kürzlich mit überdachten 300 und 600+ Meter Standplätzen ausgebaut. So kann man den immer mehr in Mode kommenden Pavillion zum Regenschutz getrost zuhause lassen.

Nach einem frühmorgendlichen Einschießen auf 300 Meter gehörte uns die Anlage mit ihren fünf Bahnen auf 650 Meter ganz allein – und das für zwei Tage.

Gott sei Dank bestand keine Knappheit an Spektiven, so dass jeder und jede fast jederzeit entweder schießend oder „spottend“ zum Zug kommen konnte.

Bei einer Gruppengröße von knapp über zehn Personen konnte so fleißig rotiert werden. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: Es war durchweg warm mit überschaubaren Windverhältnissen.

Die Anlage bietet einen überdachten (und damit Schatten spendenden) Verköstigungsbereich mit einem rustikalen Grill. Supermärkte befinden sich in überschaubarer Fahrdistanz, so dass einem Grill-Gelage mit der passenden „kiełbasa“ Auswahl kaum etwas im Weg steht.

Veröffentlicht von Mustafa Isik

Mustafa ist Medienmacher, Informatiker und Technologie-Manager. Möglichkeiten für eine Kontaktaufnahme und weitere Informationen sind auf seiner privaten Webseite https://isik.online zu finden.

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